BDSM 29: Crossover mit GKG: Fetischismus

Wir haben uns mal von der psychotherapeutischen Seite mit dem Thema Fetischismus beschäftigt. Neben der Frage ob nun Zitronenjoghurt oder Zitronenpudding noch als gesund angesehen werden kann (die Hörer unserer bisherigen Folgen werden wissen was wir meinen…) geht es um die Frage ob man es übertreibt oder nicht. Wir schweifen mal wieder ab und sprechen auch einige der Klassifikationen für Störungen an (ICD 10, ICD 11, DSM).

Hört einfach mal rein, wir kommen auch Willi wieder etwas näher. Willi ist nämlich kein Fetischist, Willi ist aber weder Lack, noch Leder, aber Willi ist Gummi und sogar ein Friesennerz. Ach ja, und Willi ist auch kein Zitronenjoghurt, dafür aber Zitronenpudding!

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2 Kommentare zu BDSM 29: Crossover mit GKG: Fetischismus

  1. Rain sagt:

    Spannendes Thema!

    Bei mir haben sich einige Überlegungen zum Thema “normale Sexualität” angestellt. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind Fetisch und BDSM mitunter dann kein Problem, solange Sexualität auch noch „normal“ ausübbar ist. Ganz übertrieben gesprochen also zweimal im Jahr Blümchensex im Dunklen.
    Einerseits leben mein Partner und ich eine BDSM-Beziehung und wir haben ganz im Allgemeinen keinen Sex, weil wir das unabhängig von einander probiert haben und uns das einfach nichts gibt. Belasten tut uns das allerdings absolut nicht. Andererseits würde das dann auch bedeuten, dass Asexualität ein Anzeichen einer psychischen Störung ist, was allerdings wieder in die Kategorie LGBTQ+ fällt…ich finde das Grenzenziehen extrem schwierig und oft sehr subjektiv. Viele Dinge die zwischenmenschlich ablaufen können in meinen Augen nicht verallgemeinert oder verglichen werden, einfach schon, weil es auf der Welt keine zwei gleichen Menschen gibt.

    Die Montagsthematik kommt mir in Ansätzen bekannt vor, bei mir ist das allerdings mehr die Am-Morgen-Danach-Thematik, wenn am Vorabend bis spät in die Nacht eine sehr intensive Session gespielt wurde, ich aufwache und von dem Endorphin-Cocktail immer noch so „high“ bin, dass ich wie eine Bekloppte mit riesigem Grinsen im Gesicht rumlaufe und mich beim Frühstück eigentlich wieder meinem normalen Umfeld stellen muss, einfach weil mein Wochenende/Spielabend/die Erfahrung dann ganz offiziell vorbei ist und ich in meiner Präsenz wieder zu 100% gefordert bin und eben nicht mehr nachträumen kann. Aber auch hier: belasten oder an irgendwas hindern tut mich das absolut nicht.

    • Stefan Spiekermann sagt:

      “Normal” ist ja immer das was eine Gruppe als normal ansieht, also daher schon eine Definition, die man gemeinhin in die Tonne kloppen kann. Wenn Ihr Eure Beziehung so lebt wie ihr sie lebt dann ist das ok, Ihr habt ja auch offensichtlich keinen Leidensdruck und seit zufrieden, das ist ja das wichtigste Kriterium. Auch bei der Asexualität ist der Leidensdruck entscheidend, wenn es nicht belastet, dann ist es auch kein Problem. Wir wollen keinem vorschreiben, wie er oder sie zu leben hat, und wenn jemand daher kommt und es möchte, dann ist das meist eine Ideologie, und das lehnen wir ab.
      Solltest DU allerdings einmal merken, dass Du nur noch unter Zuhilfenahme von Zitronenpudding sexuell erregt wirst und sollte Dich das dann belasten, dann empfehle ich Dir, nach Hilfe zu suchen, am besten nach einem multiprofessionellen Team aus Psychotherapie und Diätberatung.

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